Salomo (Suleiman)

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SALOMO, auch :Salomon(suleiman) der Friede sei mit ihm, war ein König der Kinder Israels und ein Prophet des Islam


Seine Abstammung[Bearbeiten]

Der Prophet Suleiman war der Sohn des Propheten Dawud, Friede sei mit ihnen.

Seine Abstammung geht bis auf Juda (Jehuda), Sohn des Ya‘qub, Sohn des ishaq, Sohn des Ibrahim zurück, Friede sei mit ihnen.

Erwähnung seiner Propheten im Quran[Bearbeiten]

„Gewiss, Wir haben dir (Offenbarung) eingegeben, wie Wir Nuh und den Propheten nach ihm (Offenbarung) eingegeben haben. Und Wir haben Ibrahim,Isma´il,Ishaq,Ya´qub, den Stämmen,Ísa, Ayyub,Yunus,Harunund Suleiman(Offenbarung) eingegeben, und Dawud haben Wir ein Buch der Weisheit gegeben. „ (Quran 4:163)

Besonderheiten der Herrschaft Suleimans[Bearbeiten]

Suleiman beerbte seinen Vater Dawud[Bearbeiten]

Der Prophet Suleiman beerbte seinen Vater Dawurd nicht nur hinsichtlich des Propheten- und Königtums, sondern auch hinsichtlich seines Wissens.

„Und Wir gaben bereits Dawud und Suleiman Wissen. Und sie sagten: „(Alles) Lob gehört Allah, der uns vor vielen Seiner gläubigen Diener bevorzugt hat!" * Und Suleiman beerbte David (...)“(Quran 27:15,16)

Ibn Kathir führt hierzu aus: „Dies bedeutet, dass Salomon seinen Vater bzgl. des Prophetentums und des Königtums beerbte – und nicht bzgl. des Hab und Guts, denn der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) hat gesagt:

„Wir vererben kein Hab und Gut. Das, was wir an Hab und Gut hinterlassen, ist eine Spende (für die Allgemeinheit).“ (Muslim und Buchari)

In einem anderen Hadith sagte der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), dass die Gelehrten die Erben der Propheten sind, d.h. dass das Erbe aus dem Wissen besteht.

Allah gab Suleiman eine große Herrschaft[Bearbeiten]

Allah der Erhabene gab Suleiman eine große Herrschaft und Macht, wie es sie davor und danach nicht wieder gab. Suleiman hatte Allah in einem Du'a darum gebeten:

"Er sagte: „Mein Herr, vergib mir und schenke mir eine Königsherrschaft, die niemandem nach mir geziemt. Gewiss, Du bist ja der unablässig Schenkende." (Quran 38:35)
  • Allah machte Suleiman den Wind zu Diensten.
  • Allah machte ihm die Dschinn und die Schajatin zu Diensten.
  • Allah rüstete ihn mit Heerscharen von Menschen, Dschinn und Vögeln aus.
  • Allah lehrte Suleiman die Sprache der Vögel und anderer Tiere.

Im Quran heißt es hierzu:

„Und Suleiman beerbte Dawud und sagte: „0 ihr Menschen, uns ist die Sprache der Vögel gelehrt worden, und uns wurde von allem gegeben. Das ist wahrlich die deutliche Huld." * Und versammelt wurden für Suleiman seine Heerscharen - unter den Dschinn, Menschen und Vögeln -, und so wurden sie in Reihen geordnet. * Als sie dann zum Ameisental kamen, sagte eine Ameise: „O ihr Ameisen, geht in eure Wohnungen hinein, damit euch ja nicht Suleiman und seine Heerscharen niederwalzen, ohne dass sie merken." * Da lächelte er erheitert über ihre Worte und sagte: „Mein Herr, veranlasse mich, für Deine Gunst zu danken, die Du mir und meinen Eltern erwiesen hast, und rechtschaffen zu handeln, womit Du zufrieden bist. Und lasse mich durch Deine Barmherzigkeit eingehen in die Reihen Deiner rechtschaffenen Diener." (Quran 27:16-19)
„Und Suleiman (machten Wir) den Wind (dienstbar), dessen Morgenlauf einen Monat und dessen Abendlauf einen Monat beträgt[A 1]. Und Wir ließen die Quelle des geschmolzenen Kupfers[A 2]. für ihn fließen. Und unter den Dschinn gab es manche, die mit der Erlaubnis seines Herrn vor ihm tätig waren. Wer von ihnen von Unserem Befehl abweicht, den lassen Wir von der Strafe der Feuerglut kosten.“ (Quran 34:12)

Einladung zum Islam[Bearbeiten]

Im Quran wird in Sure 27, Vers 20 ff. berichtet, wie Suleiman das Volk von Saba‘ und dessen Königin zum Islam einlud. Suleiman wurde eines Tages die Nachricht überbracht, dass in Saba‘ eine Königin herrsche, die sehr viel Reichtum besäße, die aber nicht Allah, sondern die Sonne anbeten würde.

„Gewiss, ich habe herausgefunden, dass eine Frau über sie herrscht, dass ihr von allem gegeben worden ist und dass sie einen gewaltigen Thron hat. * Ich habe herausgefunden, dass sie und ihr Volk sich vor der Sonne niederwerfen, anstatt vor Allah. Und der Satan hat ihnen ihre Taten ausgeschmückt und sie dann vom Weg abgehalten, so dass sie nicht rechtgeleitet sind,“ (Quran 27:23,24)

Suleiman schrieb der Königin einen Brief im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmherzigen und lud sie und ihr Volk zum Islam ein. Die Königin befragte zuerst ihre Berater und lehnte die Aufforderung Suleimans schließlich ab. Sie ließ ihm ein Geschenk schicken, um zu sehen, wie er darauf reagieren würde. Suleiman lehnte das Geschenk ab und ließ der Königin ausrichten, dass er mit seinen Heerscharen ihr Land angreifen werde. Daraufhin kam die Königin persönlich zu Suleiman und unterwarf sich Allah, dem Herrn der Welten.

„(…)Sie sagte: „Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht zugefügt, aber ich ergebe mich (nun), zusammen mit Suleiman, Allah, dem Herrn der Weltenbewohner (auch: aller Welten)." (Quran 27:44)


Wichtige Begebenheiten im Leben Suleimans[Bearbeiten]

Suleiman und die Liebe der irdischen Güter[Bearbeiten]

Suleiman besaß eine große Anzahl von Pferden. Als er merkte, dass seine Liebe zu diesen Pferden ihn vom Gedenken Allahs, oder auch vom Gebet, abhielt, ließ er sie töten.

„Und Wir schenkten Dawud Suleiman. Welch ein trefflicher Diener! Er war immer wieder umkehrbereit. * Als ihm am Abend die edlen[A 3], schnellen Pferde vorgeführt wurden, * da sagte er: „Ich habe mich der Liebe der (irdischen) Güter hingegeben und es darüber unterlassen, meines Herrn zu gedenken, bis sie[A 4] sich hinter dem Vorhang verbarg. * Bringt sie mir wieder her." Da begann er, ihnen die Beine und den Hals zu zerhauen[A 5].(Quran 38:30-33)
  • Qatada und Abu Dahma' berichteten, dass ein Beduine sagte:
„Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) nahm mich bei der Hand und lehrte mich von dem, was Allah der Erhabene ihn gelehrt hat. Zu dem, was ich mir von seinen Worten gemerkt habe, gehört, dass er sagte: „Du lässt keine Sache aus Furcht vor Allah, ohne dass Allah dir etwas Besseres an dessen Stelle gibt“.“ (Hadith sahih bei Ahmad, Baihaqi u.a.)SABR IST DER WEG ZUM ERFOLG

Suleiman baute die Al-Aqsa-Moschee aus[Bearbeiten]

  • Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte:
„Während Suleiman mit dem Ausbau der Al-Aqsa-Moschee beschäftigt war (wörtl. die al-Aqsa Moschee baute), bat er Allah um drei Dinge. Allah gab ihm zwei davon und wir hoffen, dass wir das dritte davon bekommen. Er bat ihn 1. dass seine Urteile denen von Allah entsprechen mögen, was Allah gewährte und 2. dass Er ihm ein Königreich geben möge, was keinem nach ihm gebührt (bzw. das keiner nach ihm hat), was Er ihm gewährte. 3. bat er ihn darum, dass ein jeder Mann, der nur deshalb aus seinem Haus geht, um in dieser Moschee (bzw. Gebetsstätte) zu beten, dass ihm seine Sünden so vergeben werden, so dass er so sündenfrei dasteht, wie an dem Tag, als ihn seine Mutter zur Welt brachte. Wir hoffen, dass Allah uns dies gegeben hat.“ (Hadith sahih bei Ahmad, Nasa'i, u.a.)


Suleiman war ein weiser Richter[Bearbeiten]

Wie sich aus dem vorangehenden Hadith erkennen lässt, bat Suleiman Allah den Erhabenen, ihm ein gutes Urteilsvermögen zu geben. Im Quran wird von einem Fall berichtete, indem er sogar seinen Vater Dawud darin übertraf.

„Und (auch) Dawud und Suleiman, als sie über das Saatfeld urteilten. Darin hatte Kleinvieh von (fremden) Leuten nachts geweidet. Und Wir waren für ihr Urteil Zeugen[A 6] * Und Wir ließen Suleiman es [A 7] begreifen. Und allen gaben Wir Urteil(skraft) und Wissen.(…)“ (Quran 21:78,79)
  • Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte:
„Als zwei Frauen ihre beiden kleinen Söhne bei sich hatten, kam ein Wolf und nahm einen der beiden. Daraufhin stritten sie sich um das übrig gebliebene Kind. Die ältere Frau sagte: „Der Wolf hat deinen Sohn genommen“, worauf die jüngere sagte: „Nein, es war deiner, den er genommen hat“. Sie brachten den Fall vor Dawud, Friede sei mit ihm, der der Älteren das Kind zusprach. Daraufhin gingen sie zu Suleiman, dem Sohn Dawuds, Friede sei mit ihnen beiden, und erzählten ihm (ihre Geschichte). Da sagte er: „Gebt mir ein Messer. Ich werde das Kind zerschneiden und jede von euch bekommt eine Hälfte. Da sagte die jüngere Frau: „Allah möge sich dir erbarmen. Es ist ihr Sohn.“ Da sprach Suleiman der jüngeren Frau das Kind zu.“ (Hadith sahih bei Buchari und Muslim)


Suleiman und seine Frauen[Bearbeiten]

  • Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtet, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte:
„Suleiman, der Sohn Dawuds, sagte: "Ich werde heute Nacht siebzig (meiner)Frauen beiwohnen[A 8], jede von ihnen wird einen Ritter gebären, der auf dem Weg Gottes kämpft.“ Da sagte sein Gefährte: "So Gott will (arab. inscha Allah)" Er sagte es jedoch nicht. [A 9] (Er wohnte ihnen dann tatsächlich bei.) Jedoch wurde keine außer einer von ihnen schwanger, die ein Kind gebar, welches halb gelähmt war." Der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte weiter: "Hätte er es (d.h. „so Gott will (arab. inscha Allah)“) gesagt, dann hätten sie alle Ritter geboren, die auf dem Weg Allahs kämpften (wörtl. dann würden sie alle auf dem Weg Allahs kämpfen)“.( Hadith sahih bei Buchari)

Sein Tod[Bearbeiten]

„Und als Wir für ihn (d.h. für Suleiman) den Tod bestimmt hatten, wies sie auf sein Ableben nur das Tier der Erde hin, das seinen Stab fraß. Als er dann niederstürzte, wurde den Dschinn klar, dass sie, wenn sie das Verborgene gewusst, nicht (weiter) in der schmachvollen Strafe[A 10] verweilt hätten.“ (Quran 34:14)


Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. D.h.: Der Morgen- und der Abendlauf des Windes betragen jeweils die Strecke einer (damals) durchschnittlichen Monatsreise.
  2. Auch: Blei oder Messing.
  3. Wörtlich: auf drei Füßen stehenden, d.h.: dressierte
  4. D.h.: die Sonne.
  5. Wörtlich: ihnen über Unterschenkel und Hals zu streichen.
  6. Weder der Quran noch eine Überlieferung des Propheten Muhammad - Allah segne ihn und gebe ihm Heil - führen diesen Fall näher aus.
  7. D.h.: die Sache, das beste Urteil in diesem Streitfall.
  8. In einem anderen Wortlaut, überliefert von Buchari, sagte Suleiman, dass er 100 (bzw. 99) seiner Frauen beiwohnen wollte.
  9. In einem ähnlichen Hadith sahih bei Ahmad, heißt es: "…Er (Suleiman) vergaß zu sagen: 'So Gott will(arab. inscha Allah)(…)".
  10. D.h.: in dem Dienst, zu dem sie gezwungen worden waren.


Quellen[Bearbeiten]

  • As-Saadi, Abdurrahman (1995): "Prophetengeschichten" - Qasas al-Anbija', Maktaba Adhwa' As-Salaf, Riad, Saudi Arabien.
  • Ibn Kathir, Ismail (2006): Al-Bidaja wa-n-Nihaja, Band 4., Verlag: Dar al-Imam Malik, Algier