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| − | == Aus dem Leben von Abbaad Ibn Bishr <ref>Khalid Muhammad Khalid, رجال حول الرسول ( Übersetzt ins Englische von Sheikh Muhammed Gemeiah - Al Azhar Administration - Men around the messenger )</ref> == | + | = |
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| − | '''Das Licht Allahs war mit ihm !'''
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| − | Als Mus’ab Ibn Umair nach Al Madinah ging um den Ansaar auf Geheiß des Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) den Islam zu lehren und sie im Gebet zu leiten nachdem sie ihm den Treueschwur geleistet hatten, war Abbaad Ibn Bishr einer jener Hingebungsvollen denen Allah das Herz zum Guten hin geöffnet hatte. Mus’ab näherte sich also der Versammlung und Abbaad hörte aufmerksam zu um ihm anschließend die rechte Hand zum Treueschwur zu reichen. Ab diesem Tag nahm er seinen Platz unter den Ansaar ein mit denen Allah zufrieden war und er mit Ihm.
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| − | Der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wanderte erst nach Al Madinah aus nachdem viele Gläubige ihm bereits vorausgegangen waren. Danach begannen die militärischen Feldzüge in denen die Kräfte des Lichts und des Guten auf die Kräfte der Dunkelheit und des Bösen trafen. In jeder dieser Schlachten kämpfte Abbaad Ibn Bishr mutig an vorderster Front auf dem Wege Allahs, völlig verausgabt und mit Herz und Seele auf überwältigende Art und Weise. Das folgende Ereignis das wir euch berichten werden enthüllt vielleicht einen kleinen Teil des Heldenmutes dieses großartigen Muslims.
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| − | Nachdem der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) und die Gläubigen den Feldzug von Dhaat Ar Riqaa beendet hatten, machten sie an einem Platz halt um dort die Nacht zu verbringen. Der Gesandte Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wählte einige Wachen unter den Gefährten aus die immer die Runde machen sollten. Unter ihnen waren Ammaar Ibn Yaasir und Abbaad Ibn Bishr zusammen auf einer Runde.
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| − | Abbaad bemerkte das sein Gefährte Ammaar sehr erschöpft war und deshalb wollte er das Ammar den ersten Teil der Nacht über schlafen sollte und er selbst würde die erste Wache übernehmen so das sich Ammaar ausruhen konnte. Wenn er dann aufwachte konnte er die Wache weiterführen.
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| − | Abbaad sah das der Platz an dem sie sich befanden sicher war und er dachte sich warum nicht die freie Zeit mit Gebet zu nutzen, so konnte er eine zweifache Belohnung erreichen, nämlich gleichzeitig beten und Wache stehen. Also begann er sein Gebet.
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| − | Während er also im Gebet vertieft war und eine Sure aus dem Qur’aan nach Al Fatiah rezitierte geschah es das ein Pfeil seine Schulter durchbohrte. Abbaad zog ihn unter Schmerzen heraus und setzte sein Gebet aber fort. Der Angreifer schoß noch einen zweiten Pfeil im Schutze der Nacht ab und auch diesen zog sich Abbaad heraus und beendete seine Sura. Dann verbeugte er sich im Ruqu’ und warf sich nieder. Die Schwäche und der Schmerz minderten seine Kraft und darum tastete er während der Niederwerfung mit seiner rechten Hand nach seinem Gefährten, der noch schlief, um ihn zu rütteln und aufzuwecken. Dann kniete er sich nach Niederwerfung hin um das Gebet mit Tashahud zu beenden.
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| − | Ammaar erwachte und hörte die matten und zitternden Worte von Abbaad, „ Ich bin verwundet, halte du an meiner Stelle Wache.“ Ammaar sprang auf und lief schreiend umher um die Angreifer zu vertreiben. Dann wandte er sich wieder zu Abbaad und fragte ihn, „ Alles Lob gehört Allah ! Aber warum hast du mich nicht gleich aufgeweckt als du das erste Mal getroffen wurdest ?“
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| − | Abbaad erwiderte, „ Während des Gebets las ich Verse aus dem Qur’aan die meine Seele mit solcher Ehrfurcht erfüllte das ich mich nicht traute sie zu unterbrechen oder abzukürzen. Ich schwöre bei Allah das ich kein einziges Wort auslassen wollte, was mir der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu bewahren aufgetragen hatte und deshalb bevorzugte ich lieber den Tod als das Lesen dieser Verse zu unterbrechen.“
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| − | Abbaad war äußerst ergeben und stark in seiner Liebe zu Allah, Seinem Gesandten und Seiner Religion und diese Hingebung zeigte er sein ganzes Leben lang.
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| − | Seit er gehört hatte wie der Prophet ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) zu den Ansaar sagte, „ Ihr seid meine Leute. Ihr seid die Leute die Schutz gewähren. Es gibt kein Volk in der Vergangenheit das so war wie ihr es seid.“ Wir können sagen, seit Abbaad diese Worte von seinem Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), seinem Lehrer und Führer zu Allah vernahm, spendete er großzügig seinen Wohlstand auf dem Wege Allahs und für Seinen Gesandten und er gab sein Leben und seine Seele dafür her. Was Opferbereitschaft bis hin zum Tod anbelangte, so stellte er dies immer an vorderster Stelle, aber bei Beute oder Kriegsbeute stellte er sich immer hintan. An Plätzen der Not und des Kampfes mussten ihn seine Gefährten lange suchen bis sie ihn fanden.
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| − | Er war immer ein Gottesdiener und der Dienst an Allah nahm ihn gänzlich ein – sein Mut und seine Tapferkeit beanspruchten ihn täglich und zu seiner Großzügigkeit fühlte er sich verpflichtet.
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| − | Er war ein starker Gläubiger. Er verpfändete sein Leben an seinen Glauben und alle Gefährten des Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) wussten dies von ihm. Aa’ishah, die Mutter der Gläubigen ( möge Allah mit ihr zufrieden sein ) sagte einmal über ihn: „ Es gibt drei Männer unter den Ansaar die von niemanden in ihren Tugenden übertroffen wurden. S’as Ibn Mu’aadth, Usaid Ibn Hudair und Abbaad Ibn Bishr.“
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| − | Die ersten Muslime erkannten in Abbaad einen Mann dem Allah Licht gegeben hatte. Seine strahlende und klare Vision leitete ihn zu den Gefilden der Güte und Gewissheit ohne danach suchen zu müssen oder dabei auf Schwierigkeiten zu treffen.
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| − | Seine Brüder glaubten an dieses Licht in Abbaad bis zu einem Grad das sie ein Bild von Führung und Selbstdisziplin auf ihn projezierten. Sie stimmten überein das sie einmal sahen wie Abbaad des Nachts dahinging und ein Licht strömte von ihm aus das seinen Weg vor ihm beleuchtete.
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| − | In den Kriegen mit den Abtrünnigen, nach dem Tode des Gesandten Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ), übernahm Abbaad seine Verantwortung mit unvergleichlicher Todesverachtung.
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| − | Auf dem Schlachtfeld von Al-Yamaamah, wo die Muslime auf die grausame und erfahrene Armee unter der Führung von Musailamah dem Lügner traf, bemerkte Abbaad eine Gefahr die den Islam bedrohte. Sein Wille zur Opferbereitschaft und seine Kraft rief genug Potenzial hervor seinen Glauben so zu stärken und ihn auf eine Ebene zu führen diese Gefahr genau zu erkennen und die Sehnsucht zu erwecken alles aufzugeben für seinen Glauben und sich nichts sehnlicheres zu wünschen als den Märtyrertod zu sterben.
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| − | Ein Tag bevor die Schlacht von Al Yamaamah begann hatte er eine Vision während er schlief die ihm offenbarte wie über das Land der Muslime eine große zerstörende Schlacht hereinbrechen würde durch welche sich die Muslime zu kämpfen hätten…
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| − | Laßt uns also den ehrenwehrten Gefährten Abu Sa’iid Al Khudry erzählen wie er die Vision von Abbaad erlebte und dessen beeindruckende Gesinnung in den Kampf zu ziehen und den Märtyrertod zu sterben.
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| − | Abu Sa’iid berichtete also: ‚ Abbaad Ibn Bishr sagte zu mir, „ Oh Abu Sa’iid, ich sah gestern im Traum als ob sich der Himmel über mir öffnen würde. Ich trat ein und dann schloss er sich wieder. Wahrlich ich sah meinen Märtyrertod, so Allah will.“ Ich sagte zu ihm, Gut. Ich schwöre bei Allah das du ein wahres Traumgesicht hattest.“ Am Tag von Al Yamaamah blickte ich zu ihm wie er gerade die Ansaar anfeuerte, „ Benutzt eure Schwerter und zeichnet euch aus unter den Menschen.“ Daraufhin eilten vierhundert Männer zu ihm und alle waren von den Ansaar. Sie alle kämpften bravourös und Abbaad Ibn Bishr starb seinen Märtyrertod. Ich sah auf seinem Gesicht viele Kampfspuren und konnte ihn nur noch an einem Mal auf seinem Körper wiedererkennen.
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| − | Und so wurde Abbaad auf die Ebene emporgehoben die ihn die Pflicht eines Gläubigen unter den Ansaar erfüllen ließ. Er schwor seinem Gesandten den Treueschwur und widmete sein ganzes Leben Allah und seinen Tod auf Seinem Weg.
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| − | Als er sah wie sich diese vernichtende Schlacht zugunsten des Feindes neigte, da erinnerte er sich der Worte des Propheten ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) an seine Leute, an die Ansaar, „ Ihr seid meine Leute, durch euch kann ich nicht besiegt werden. Es gab keine solchen Leute wie euch zuvor.“ Der Klang dieser Stimme erfüllte sein Herz und seine Seele und durchdrang sein Bewusstsein und plötzlich fühlte es sich an als ob der Gesandte Allahs direkt vor ihm stehen würde und dieselben Worte wiederholen.
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| − | Abbaad fühlte sich als ob die gesamte Verantwortung dieser Schlacht allein auf den Schultern der Ansaar ruhen würde, auf den Schultern jener von denen der Gesandte Allahs ( Allah segne ihn und schenke ihm Heil ) gesagt hatte, „ Es gab keine solchen Leute wie euch zuvor.“
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| − | Und genau hier erklomm Abbaad einen Hügel und rief, „ Oh ihr Leute der Ansaar ! Nehmt tapfer eure Schwerter und seid geehrt unter den Leuten und unterscheidet euch von ihnen !“
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| − | Als die vierhundert Ansaar seinen Ruf erwiderten, führte er, Abu Dajaanah und Al Baraa’ Ibn Maaik seine Leute in den Garten des Todes, wo sich die Armee von Musailamah zum Schutz zurückgezogen hatte. Unser Held führte einen würdigen Kampf und er stand seinen Mann als Gläubiger und als einer von den Ansaar.
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| − | An jenem ruhmreichen Tag erlangte Abbaad seinen Märtyrertod. Die Vision die er in seinem Traum vom letzten Tage sah erfüllte sich und wurde wahr. Sah er nicht wie sich der Himmel über ihm öffnete und er eintrat und sich der Himmel dann wieder über ihm schloss ?
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| − | Er interpretierte diese Bedeutung so das seine Seele in der bevorstehenden Schlacht zu ihrem Schöpfer emporsteigen wird. Diese Vision und ihre Deutung wurden wahr und Türen des Himmels wurden geöffnet um freudig die Seele von Abbaad Ibn Bishr in Empfang zu nehmen, dem Mann der ein Licht von Allah bei sich trug.
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| − | <references />
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| − | [[Kategorie: Alle männlichen Personen]]
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| − | [[Kategorie:Gefährten]]
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| − | [[Kategorie:Männliche Gefährten]]
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