Da'ua: Unterschied zwischen den Versionen

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:'' "Und lasse sie dich nur nicht von den Zeichen Allahs abhalten, nachdem sie nun zu dir herabgesandt worden sind. Und rufe zu deinem Herrn, und gehöre ja nicht zu den Götzendienern."'' (Quran 28:87)
 
:'' "Und lasse sie dich nur nicht von den Zeichen Allahs abhalten, nachdem sie nun zu dir herabgesandt worden sind. Und rufe zu deinem Herrn, und gehöre ja nicht zu den Götzendienern."'' (Quran 28:87)
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:''"ALLAH möge Jemandem Glanz geben, der ein Wort (Hadith) von mir gehört hat und es bewahrt hat, und an einen gelangen lassen, der es nicht hörte, denn wie mancher Träger von Wissen ist nicht verständig, und wie mancher ist Träger von Wissen zu einem, der mehr versteht als er."''
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:(Überliefert von Abu Dawud)<ref>[[Dschalalu-d-Din as-Sujuti|Sujuti , Dschalalu-d-Din as-]] (2000): ''Vielfach überlieferte Prophetenworde (al-Ahadith al-Mutawatira)'', nach As-Sujuti "Die Lese der verstreuten Blüten hinsichtlich der vielfach überlieferten Nachrichten", bearbeitet und ins Deutsche Übertragen von Ahmad von Denffer, Sonderausgabe für Muslime Helfen e. V., München</ref>
  
  
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Das ist deswegen ein Dschihad, weil tyrannische Herrscher, einen deswegen zum Tode verurteilt haben. Viele Gelehrte wurden auf diesem Weg zum Tode verurteilt, weil sie ungerechte Herrscher zum Guten aufgerufen haben und ihre schlechten Taten kritisiert haben.
 
Das ist deswegen ein Dschihad, weil tyrannische Herrscher, einen deswegen zum Tode verurteilt haben. Viele Gelehrte wurden auf diesem Weg zum Tode verurteilt, weil sie ungerechte Herrscher zum Guten aufgerufen haben und ihre schlechten Taten kritisiert haben.
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=== Der Prophet lehrte die Frauen und Männer ===
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[[Abu Sa'id Al-Chudry]] berichtete: Die Frauen sagten zum Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm:
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:''„Die Männer sind bei dir im Vergleich zu uns in der Mehrzahl, so gib uns einen Tag, an dem wir teil an dir haben.“'' Da setzte er ihnen einen bestimmten Tag fest, an dem er mit ihnen zusammentraf, sie lehrte und ihnen seine Anweisungen gab.
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== Quellen ==
 
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#Mourad, Samir (2000): [[http://www.islam-verstehen.de/downloads.html?task=view.download&cid=260''Einladung von Nichtmuslimen zum Islam'']], Muslimischer Studentenverein Karsruhe e.V..
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#Mourad, Samir (2000): [http://www.islam-verstehen.de/downloads.html?task=view.download&cid=260 ''Einladung von Nichtmuslimen zum Islam''], Muslimischer Studentenverein Karsruhe e.V..
 
#Abdurrazzaq Ibn Abdulmuhsin al-Badr (2003), Makanatu ad-Da'wa ila Allah, Verlag: Manar As-Sabil, Algerien
 
#Abdurrazzaq Ibn Abdulmuhsin al-Badr (2003), Makanatu ad-Da'wa ila Allah, Verlag: Manar As-Sabil, Algerien
  
 
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Aktuelle Version vom 13. Mai 2010, 09:50 Uhr

Sprachlich bedeutet Da'uaa (auch Da'wa) (arab.الدعوة ) allgemein Einladung.

Im islamischen Kontext wird damit die Einladung zum Islam bezeichnet. Da'ua ist ein umfassendes Wort, welches sowohl die Einladung der Kuffar (Pl. von Kafir) zum Islam bedeuten kann wie auch die Einladung der nichtpraktizierenden Muslime, sich an den Islam zu halten.


Zum Guten auffordern und vom Schlechten abraten ist eine Pflicht[Bearbeiten]

Ibn Abbas (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete: Der Gesandte Allahs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) sagte:

“Wer sich nicht der Kleinen erbarmt, den Alten nicht Achtung schenkt, zum Guten nicht auffordert und nicht das Übel verwehrt, gehört nicht zu uns.”
(Tirmidhi, Ahmad Ibn Hanbal)


Hudhaifa (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtet, dass der Prophet (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) sagte:

“Bei Allah, in dessen Händen mein Leben ist, entweder ihr gebietet das Gute und verbietet das Üble, oder Allah wird gewiss Strafe über euch senden; und dann werdet ihr beten, aber eure Bitten werden nicht erhört werden.”
(Tirmidhi)

Die Einladung der Kuffar zum Islam ist ein Auftrag, den Allah der muslimischen Gemeinschaft gegeben hat. Dawa ist eine wichtige religiöse Pflicht, sog. fard kifaja. Allah, der Erhabene, sagt im Quran:

"Und es soll aus euch eine Gemeinschaft werden (Oder: Und es soll unter euch eine Gemeinschaft sein), die zum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Verwerfliche verbietet. Jene sind es, denen es wohl ergeht. " (Quran 3:104)

Bereits die von Allah berufenen Gesandten riefen die Menschen zum Islam auf.


Belohnung für die Da'ua[Bearbeiten]

Zahlreiche Textstellen in Quran und Sunna belegen den großen Verdienst der Da'ua :

"Und wer spricht bessere Worte als wer zu Allah ruft, rechtschaffen handelt und sagt: „Gewiss doch, ich gehöre zu den (Allah) Ergebenen " ? " (Quran 41:33)
"Sag: Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allah aufgrund eines sichtbaren Hinweises (arab.: basira), ich und diejenigen, die mir folgen. Preis (Das arabische Wort subhan bedeutet eigentlich „Fernhalten Allahs von Tadel und geschöpflichen Attributen".) sei Allah! Und ich gehöre nicht zu den Götzendienern." (Quran 12:108)
"Rufe zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und streite mit ihnen in bester Weise. Gewiss, dein Herr kennt sehr wohl, wer von Seinem Weg abirrt, und Er kennt sehr wohl die Rechtgeleiteten." (Quran 16:125)
"Und lasse sie dich nur nicht von den Zeichen Allahs abhalten, nachdem sie nun zu dir herabgesandt worden sind. Und rufe zu deinem Herrn, und gehöre ja nicht zu den Götzendienern." (Quran 28:87)

Zaid Ibn Thabit berichtete: Ich hörte den Gesandten ALLAHs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) sagen:

"ALLAH möge Jemandem Glanz geben, der ein Wort (Hadith) von mir gehört hat und es bewahrt hat, und an einen gelangen lassen, der es nicht hörte, denn wie mancher Träger von Wissen ist nicht verständig, und wie mancher ist Träger von Wissen zu einem, der mehr versteht als er."
(Überliefert von Abu Dawud)[1]


Da'ua (die Einladung zum Islam) ist eine Sadaqa (Spende, gute Tat)[Bearbeiten]

Abu Hiraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete: Allahs Gesandter (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) hat gesagt:

"Keine Sadaqa (Spende, gute Tat) ist Allah lieber als das wahre Wort."
(Baihaqi)


Man bekommt die gleiche Belohnung, wenn man andere dazu veranlasst Gutes zu tun[Bearbeiten]

Abu Mas’ud Uqba ibn Amru al-Ansari al Badri (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) sagte: Der Gesandte Allahs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) sagte:

“Derjenige, der veranlasst, Gutes zu tun, bekommt die gleiche Belohnung wie der Wohltäter.”
(Muslim)

In einem Hadith, überliefert bei Muslim, heißt es:

"Wer zur Rechtleitung ruft, dem wird gleicher Lohn zuteil wie jenen, die ihm folgen: Dies vermindert ihren Lohn um nichts."


Wenn ALLAH durch dich einen einzigen Menschen rechtleitet...[Bearbeiten]

Sahl Ibn Sa'd (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete: Allahs Gesandter (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) hat gesagt:

"Bei Allah, dass ein einziger Mann durch deine Hilfe den rechten Weg findet, ist besser für dich als rote Kamele."
(Bukhârî)

Rote Kamele sind bzw. waren zur Zeit des Propheten (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) die wertvollsten Kamele. Heute kann man sie mit den wertvollsten Autos vergleichen.


Da'ua zu einem ungerechten Herrscher ist der beste Dschihad[Bearbeiten]

Abu Said al-Khudri (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) überliefert, dass der Prophet (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) sagte:

”Der beste Dschihad (Anstrengung auf ALLAHs Weg) ist ein wahres Wort zu einem ungerechten Herrscher.”
(Abu Dawud und At-Tirmidhi. Nach At-Tirmidhi ist dies ein guter Hadith (hasan)).

Das ist deswegen ein Dschihad, weil tyrannische Herrscher, einen deswegen zum Tode verurteilt haben. Viele Gelehrte wurden auf diesem Weg zum Tode verurteilt, weil sie ungerechte Herrscher zum Guten aufgerufen haben und ihre schlechten Taten kritisiert haben.


Der Prophet lehrte die Frauen und Männer[Bearbeiten]

Abu Sa'id Al-Chudry berichtete: Die Frauen sagten zum Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm:

„Die Männer sind bei dir im Vergleich zu uns in der Mehrzahl, so gib uns einen Tag, an dem wir teil an dir haben.“ Da setzte er ihnen einen bestimmten Tag fest, an dem er mit ihnen zusammentraf, sie lehrte und ihnen seine Anweisungen gab.
(Buchari)


Der Da'i[Bearbeiten]

Als Da'i (arab. الداعي) bezeichnet man einen Muslim, der andere Menschen zum Islam einlädt. Im Plural spricht man von Du'aat (arab. الدعاة).

Für einen Muslim, der zum Islam einlädt, ist diese Handlung ein Mittel seiner eigenen Annäherung an Gott und ein Mittel, Sein Wohlgefallen zu erlangen.

Allah, der Erhabene, sagt:

"Oh du Mensch, du mühst dich hin zu deinem Herrn, und du wirst ihm begegnen." (Quran 84:6)


Der Da`i sollte bestimmte Vorraussetzungen erfüllen:[Bearbeiten]

1. Ichlas - Aufrichtigkeit gegenüber Allah:

Aufrichtigkeit gegenüber Allah bedeutet, dass man die Tat für Allah macht. Ichlas ist die erste Voraussetzung für die Annahme jeder guten Tat eines Muslims. Allah, der Erhabene, sagt im Quran:

" Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen und (dabei) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (zu sein), als Anhänger des rechten Glaubens,..." (Quran 98:5)

2. Sidq - Wahrhaftigkeit gegenüber Allah:

Sidq bedeutet, dass der Da'i hinsichtlich seiner Absicht, seinen Worten und seinen Taten wahrhaftig ist. Allah, der Erhabene, sagt im Quran:

"Unter den Gläubigen gibt es Männer, die das wahr gemacht haben, wozu sie sich Allah gegenüber verpflichteten...." (Quran 33:23)

3. Der Da' i sollte sich den Gesandten Allahs zum Vorbild nehmen:

Der Gesandte Allahs Muhammad (Allahs Friede und Segen auf ihm) ist für den Muslim Vorbild bei all seinen Taten. Allah, der Erhabene, sagt im Quran:

"Ihr habt ja im Gesandten Allahs ein schönes Vorbild, (und zwar) für einen jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und Allahs viel gedenkt." (Quran 33:23)

4. Der Da'i sollte ausreichend Wissen besitzen:

"Sag: Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allah aufgrund eines sichtbaren Hinweises (arab.: basira), ich und diejenigen, die mir folgen. Preis sei Allah! Und ich gehöre nicht zu den Götzendienern." (Quran 12:108)

Das arabische Wort "basira" bedeutet hier das richtige Wissen, das auf Quran und Sunna beruht.

5. Rifq - milder und freundlicher Umgang mit den Menschen:

So wie Allah, der Erhabene, im Quran bezüglich des Verhaltens des Propheten (Allahs Friede und Segen auf ihm) sagte:

"Durch Erbarmen von Allah bist du mild zu ihnen gewesen; wärst du aber schroff und hartherzig, so würden sie wahrlich rings um dich auseinandergelaufen. " (Quran 3:159)

Allah, der Erhabene, empfahl ebenfalls Moses (arab. Moussa) , er solle den ägyptischen Pharao (arab. Fir'aun), einen der schlimmsten Widersacher des Islams, mit milden Worten ansprechen:

"Geht zu Fir'aun, denn er lehnt sich auf. (*) Und so redet mit ihm in sanften Worten, auf dass er bedenken oder sich fürchten möge (Auch: oder (Mich) fürchten möge)." (Quran 20:43, 20:44)

6. Sabr - Geduld und Standhaftigkeit:

Im Quran heißt es:

"Wenn euch etwas Gutes widerfährt, tut es ihnen leid. Wenn euch jedoch etwas Böses trifft, sind sie froh darüber. Wenn ihr aber geduldig seid und gottesfürchtig, wird euch ihre Arglist keinen Schaden zufügen. Allah umfaßt, was sie tun." (Quran 3:120)
"Sei standhaft; deine Standhaftigkeit ist nur durch Allah (möglich). Sei nicht traurig über sie, und sei nicht in Beklommenheit wegen der Ränke, die sie schmieden." (Quran 16:127)

7. Der Da'i sollte selbst ein gutes Vorbild sein:

So hielt es auch der Prophet Schu'aib, indem er seinem Volk erkärte, dass er ihm nichts auferlegen werde, was er nicht auch selbst einhalten werde:

"Er sagte: „Oh mein Volk, was meint ihr, wenn ich mich auf einen klaren Beweis von meinem Herrn stütze und Er mir eine schöne Versorgung gewährt hat? Und ich will mich (dann in meinem Vorhaben) von euch nicht unterscheiden, indem ich das tue, was ich euch verbiete. Ich will nur Besserung, soweit ich (sie erreichen) kann. Das Gelingen wird mir nur durch Allah (allein) beschieden. Auf Ihn verlasse ich mich, und Ihm wende ich mich reuig zu." (Quran 11:88)

Bezüglich den Juden sagt Allah, der Erhabene, dagegen im Quran:

"Befehlt ihr denn den Menschen Güte, während ihr euch selbst vergeßt, wo ihr doch die Schrift lest? Begreift ihr denn nicht?" (Quran 2:44)

8. Der Da'i sollte auch durch seinen guten Charakter überzeugen:

'Abdullah Ibn 'Amr (Allahs Wohlgefallen auf beiden) berichtete: "Der Prophet ( Allahs Segen und Friede auf ihm) war nicht unzüchtig und sprach keine schlechten Worte. Er pflegte zu sagen:

»Die besten von euch sind diejenigen, die den besten Charakter haben.« " (Sahih al-Buchari, Nr. 3559)

In einem Hadith, überliefert bei Tirmidhi, sagte der Prophet:

"Ich wurde vielmehr gesandt, um die edlen Charaktereigenschaften zu vervollkommnen." (Hadith sahih bei al-Albani, as-Silsila as-sahiha, Nr. 54)

9. Der Da'i sollte großen persönlichen Einsatz zeigen:

Allah, der Erhabene, verspricht denjenigen, die sich besonders einsetzen, dass er sie leiten wird:

"Diejenigen aber, die sich um Unsertwillen abmühen, werden Wir ganz gewiss Unsere Wege leiten. Und Allah ist wahrlich mit den Gutes Tuenden." (Quran 29:69)

10. Der Da'i sollte den Iman daran verinnerlichen, dass die Rechtleitung und der Erfolg von Allah kommen:

Die Rechtleitung des Herzens, d.h. die Akzeptanz und Annahme des Islams, ist etwas, was bei Allah liegt. Dem Da'i obliegt hingegen , das wahre Wesen der islamischen Religion aufzuzeigen, die Menschen mit Weisheit und guter Ermahnung dazu einzuladen und sie anzuweisen. Im Quran heißt es:

"Nicht dir obliegt ihre Rechtleitung, sondern Allah leitet recht, wen Er will..." (Quran 2:272)
"Gewiss, du kannst nicht rechtleiten, wen du gern (rechtgeleitet sehen) möchtest. Allah aber leitet recht, wen Er will. Er kennt sehr wohl die Rechtgeleiteten." (Quran 28:56)
"Und wenn dein Herr wollte, würden fürwahr alle auf der Erde zusammen gläubig ( i.S.v.Iman) werden. Willst du etwa die Menschen dazu zwingen, gäubig (i.S.v. Iman) zu werden? (*) Keiner Seele ist es möglich zu glauben ( i.S.v.Iman), außer mit Allahs Erlaubnis. Und Er legt den Greuel auf diejenigen, die nicht begreifen. “ (Quran 10:99-100)

11. Zuhilfenahme Allahs und Zufluchtnahme bei Allah durch Gebete und Bittgebete:

Der Da'i sollte darauf achten, dass er eine gute Bindung zu Allah hat. Auch die Wirkung von Bittgebeten (arab: Du'a) ist nicht zu unterschätzen. Der Da'i sollte sich daher Allah zuwenden und ihn um Erfolg bitten.

Allah, der Erhabene, hat jedem, der zum Islam einlädt, seine Unterstützung versprochen:

"Und Allah wird ganz gewiss denjenigen helfen, die Ihm helfen. Allah ist wahrlich Stark und Allmächtig. 41. - (Ihnen), die, wenn Wir ihnen eine feste Stellung auf der Erde verleihen, das Gebet verrichten und die Zakat entrichten, das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten. Und Allah gehört das Ende der Angelegenheiten." (Quran 22:40-41)

Was der Da'i beim Informieren über den Islam erwähnen soll[Bearbeiten]

Abu Sufyan Sakhr ibn Harb (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) erzählte in seinem langen Bericht über das, was sich bei (dem oströmischen Kaiser) Heraklios ereignet hatte, dass Heraklios fragte:

"Was lehrt er (der Prophet) euch?", und Abu Sufyan fuhr fort: "Ich antwortete:
  1. "Betet zu Allah allein und gesellt ihm nichts bei und wendet euch von dem ab, was eure Vorfahren sagten, und er hält uns dazu an,
  1. das Gebet zu verrichten,
  2. aufrichtig zu sein,
  3. züchtig zu bleiben und
  4. die Verwandtschaftsbande zu achten."

(Al-Bukhari und Muslim)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Sujuti , Dschalalu-d-Din as- (2000): Vielfach überlieferte Prophetenworde (al-Ahadith al-Mutawatira), nach As-Sujuti "Die Lese der verstreuten Blüten hinsichtlich der vielfach überlieferten Nachrichten", bearbeitet und ins Deutsche Übertragen von Ahmad von Denffer, Sonderausgabe für Muslime Helfen e. V., München


  1. Mourad, Samir (2000): Einladung von Nichtmuslimen zum Islam, Muslimischer Studentenverein Karsruhe e.V..
  2. Abdurrazzaq Ibn Abdulmuhsin al-Badr (2003), Makanatu ad-Da'wa ila Allah, Verlag: Manar As-Sabil, Algerien