Schahada

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Schahada (arab.: الشهادة‎) bedeutet linguistisch: Zeugnis. Islamologisch bedeuted die Schahada "das Islam-Bekenntnis"[1], das man mit fester Überzeugung ausspricht, um ein Muslim werden zu können. Siehe: Muslim werden. Die Schahada ist die erste der fünf Säulen des Islam:

"Aschhadu an la Ilaha illal-Lah wa aschhadu anna Muhammadan rasul-lallah"
Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer ALLAH (dem einen und einzigen Gott), (der als einziger das Recht hat, angebetet zu werden), und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte ALLAHs ist!


Da es bei der Schahada um eine Bezeugung handelt, setzt diese Wissen und Überzeugung voraus. Aus diesem Grund ist es bei der Schahada nicht korrekt von einem Glaubensbekenntnis zu sprechen, weil Glaube ein reines Vermuten ist, was jedoch für die gültige Schahada, dem Islam-Bekenntnis, nicht ausreicht. Denn im Islam geht es im Vergleich zu anderen Relgionen nicht um Glaube und Vermutung (arab.: Dhann), sondern viel mehr um Wissen (arab.: 'Ilm) und Überzeugung (arab.: Iman). Diese Überzeugung kann jedoch nur auf dem Wissen aufgebaut werden, welches ALLAH (Gott) den Menschen über Seine Propheten mitgeteilt hat und uns bis heute in authentischer Form erhalten geblieben ist. Die einzige Offenbarungsschrift, die diese Voraussetzung bis heute erfüllt ist der Quran, welcher mit den authentischen Überlieferungen des letzten Propheten ALLAHs, Muhammad (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm), erläutert wird.


Bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer ALLAH

Abu Sufyan Sakhr ibn Harb (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) erzählte in seinem langen Bericht über das, was sich bei (dem oströmischen Kaiser) Heraklios ereignet hatte, dass Heraklios fragte:

"Was lehrt er (der Prophet) euch?", und Abu Sufyan fuhr fort: "Ich antwortete:
  1. "Betet zu Allah allein und gesellt ihm nichts bei und wendet euch von dem ab, was eure Vorfahren sagten, und er hält uns dazu an,
  2. das Gebet zu verrichten,
  3. aufrichtig zu sein,
  4. züchtig zu bleiben und
  5. die Verwandtschaftsbande zu achten."

(Al-Bukhari und Muslim)


Die grundlegende zentrale Aussage des Islam (Gottergebenheit) ist der Tauhid, die Einheit und Einzigkeit ALLAHs, die von einem Muslim (Gottergebenen) durch den ersten Teil der Schahada bezeugt und anerkannt wird:

"Aschhadu an la Ilaha illal-Lah!"
Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer ALLAH (dem einen und einzigen Gott), (der als einziger das Recht hat, angebetet zu werden)!

Der Tauhid ist die Quelle aller islamischen Prinzipien und Verfahrensweisen. Es ist der reine Monotheismus, der sich gleichsam als roter Faden durch das gesamte Gefüge der islamischen Lebensweise zieht.[2]


Quellen

  1. *Zaidan, Amir M. A. (1999): Al-'Aqida, Einführung in die Iman-Inhalte, ADIB-Verlag, Offenbach, 2. neubearbeitete und erweiterte Auflage, ISBN 3-934659-00-4
  2. Rassoul, Muhammad Ibn Ahmad Ibn (1999): Das Glaubensbekenntnis des Islam. IB Verlag Islamische Bibliothek, 3. Auflg. Köln, ISBN 3-8217-0185-4


Weiterführende Literatur

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